Nachhaltige Landwirtschaft und Bewässerung

2. Nachhaltiger Landbau und Bewässerung

Durch biologischen Landbau verbessert sich die Ernte. Foto: Sybille Franck

Ökologische Landwirtschaft – Modellfarm in Bamhani – Schulungen für  Landwirtinnen und Landwirte – Förderung durch das Land Hessen

Unzuverlässige Monsunregenfälle, Abhängigkeit von Kunstdünger und Hybrid-Saatgut – unter diesen ungünstigen Bedingungen betreiben zahlreiche Menschen rund um die zentralindische Stadt Nagpur Landwirtschaft. Diesen Landwirten und Landwirtinnen eine Perspektive zu bieten, ist das Ziel des Projekts „Nachhaltige Landwirtschaft“ des DIZ-Projektpartners Ecumenical Sangam.

„Bei Besuchen auf den Feldern der Bauern schaue ich mir den Boden an und gemeinsam überlegen wir, was gut gepflanzt werden kann und welches Stück ihres Feldes sich dafür eignet“, erklärt Awdhut Kukadkar, Projektleiter zur biologischen Landwirtschaft, einen wichtigen Teil seiner Arbeit. Es dauert bis zu vier Jahre, bis sich der von den chemischen Düngern ausgelaugte Boden wieder erholt, daher sollen die Bäuerinnen und Bauern nur stückweise den Anbau auf ihren Feldern umstellen. Entschließen sie sich dazu, ist Awdhut Kukadkar immer für sie telefonisch erreichbar, wenn sie Fragen haben, außerdem besucht er sie und gibt Tipps vor Ort. Seine eigenen Felder hat er schon vor langer Zeit auf biologischen Anbau umgestellt, er kennt also die Herausforderungen für die Kleinbauern bestens aus eigener Anschauung.

Einmal monatlich finden abendliche Treffen in den verschiedenen Dörfern statt, bei denen Kukadkar über die nachhaltige Landwirtschaft berichtet – und auch staatliche Programme vorstellt, die die Umstellung unterstützen. Bei diesen Gelegenheiten lädt er die Bauern und Bäuerinnen zu Fortbildungen auf die Modellfarm ein: Dort zeigt er ihnen, wie sie aus biologischen Materialien Dünger oder Pestizide herstellen und berichtet über die Ernteerfolge auf der nachhaltig betriebenen Modellfarm. So freute sich der Sangam über eine sehr reichhaltige Papaya-Ernte. Die Früchte brachten nicht nur frische Vitamine in den Speiseplan für die Kindergartenkinder und die Angestellten, sondern es blieb noch so viel, dass der Sangam mit dem Verkauf der Papayas auf dem Markt sogar Einnahmen verzeichnen konnte.

Nachhaltige Bewässerungssysteme

Landwirten und Landwirtinnen mit ausgetrocknetem Land zeigen die Sangam-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie sie das Land mit künstlich angelegten Regenwasserrückhaltebecken (Farm Ponds) bewässern können. Auch andere Methoden zur Gewinnung von Regenwasser wie Gräben und Erdwälle werden demonstriert. Außerdem wurden die Farmer und Farmerinnen über Förderprogramme des Bundesstaats Maharashtra informiert, das unter anderem die Kosten für das Ausheben von Regenwasserrückhaltebecken übernimmt.

Künftig soll auf der Modellfarm in Bamhani auch ein System zur Tröpfchenbewässerung installiert werden, um kostbares Wasser zu sparen.

Die Tröpfchenbewässerung wird vom Land Hessen finanziell unterstützt. Ebenso bezuschusst das Land Hessen die Schulungen für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in den Jahren 2019 und 2020, die Anschaffung von zwei weiteren Kühen sowie Saatgut und weiterer Maßnahmen, um die Modellfarm weiter zu verbessern.

Spenden

Ein erster Schritt ist bereits erfolgreich getan, doch der Ausbau der nachhaltigen Landwirtschaft benötigt weiterhin Unterstützung. Bitte fördern Sie das Engagement der DIZ für die Landwirte und Landwirtinnen rund um Nagpur durch Ihre Spende:

Evangelische Bank eG
IBAN: DE84 5206 0410 0004 0041 08
Stichwort: Nachhaltige Landwirtschaft