Arbeit unserer indischen Partner in der Corona-Krise: Ecumenical Sangam

Sangam: Sorge um Tuberkulosepatienten

Telefonische Beratung für Tuberkulose- und Leprapatienten.

„Für die Menschen aus unserem CLATS-Projekt, die an Tuberkulose erkrankt sind oder an Lepra leiden, ist das Virus eine große Gefahr“, erklärt Karen D’Souza, Leiterin des Ecumenical Sangam.

Denn Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet, vor allem diejenigen mit geschwächten Lungen wie die Tuberkulosekranken. Daher müssen auch deren Familien besondere Vorsicht walten lassen. In diesen Tagen versuchen Naresh Kolhe, Saarika Jangle und die anderen Mitarbeitenden aus dem Gesundheitsteam besonders den Menschen in den Slums die Situation und die richtigen Verhaltensweisen zu erklären und auch zu begründen, warum sie sich nun so verhalten müssen. Aber in den Slums ist es sehr schwer, die Abstandsregeln zu beachten, auch Hygienestandards sind schwierig einzuhalten. „Vor allem die Lepra- und Tuberkulosepatienten und ihre Familien kontaktieren wir natürlich“, berichtet Karen D’Souza.

Homeoffice: Saarika Jangle informiert von zu Hause über das neue Virus.

Naresh Kolhe und Saarika Jangle rufen täglich ihre Patienten und Patientinnen an, doch auch die Nähschullehrerinnen, die Kindergärtnerinnen oder das Team auf der Farm halten Kontakt zu den Menschen in den Dörfern und Slums, die sonst die Kurse des Sangam besuchen, sich über ökologische Landwirtschaft informieren oder deren Kinder den Kindergarten besuchen. So wird gewährleistet, dass möglichst viele Familien korrekte Informationen zu den Gefahren von Covid 19 erhalten und nicht auf Falschmeldungen und Wunderheiler hereinfallen. Im Schnellverfahren wurden alle Sangam-Mitarbeitenden geschult und geben nun ihr Wissen über die Ansteckungswege und das richtige Verhalten weiter.

Zusätzlich hat der Sangam die Erlaubnis der Behörden, der Dorfverwaltung und der Gesundheitszentren, erhalten, per Hausbesuch über das Virus zu informieren. Vor allem die Trained Birth Attendants sind dabei von großer Bedeutung, da sie aus unterschiedlichen Dörfern kommen und in ihrem jeweiligen Dorf nun von Haus zu Haus gehen und informieren, wie sich die Krankheit ausbreitet, woran man sie erkennt, wie man sich selbst Atemmasken herstellen kann. Sie selbst sind dabei natürlich gut geschützt. „Zeigt jemand Symptome, sollen die TBAs oder jemand aus dem Gesundheitsteam kontaktiert werden, damit wir gemeinsam mit dem möglichen Covid 19-Patienten das weitere Vorgehen besprechen“, erklärt Karen D’Souza. Auch in Indien sollen die möglicherweise Erkrankten keinesfalls einfach so zum Arzt gehen.

Der Ecumenical Sangam plant zudem schon für die Zeit nach der Krise, wie Karen D’Souza erklärt: „Wenn die Ausgangssperre vorbei ist, wenn die Pandemie vorbei ist, dann werden wir all jenen beratend zur Seite stehen, die erkrankt sind, die vielleicht Familienangehörige verloren haben, oder auch deren Psyche durch die Quarantäne und Isolierung gelitten haben wird. Es wird noch lange nicht vorbei sein.“

Spenden

Bitte spenden Sie für die wichtige Arbeit, die der Ecumenical Sangam leistet! Für die Menschen in den Slums von Nagpur und in den Dörfern in Vidarbha ist sie überlebenswichtig! Vor allem gilt dies für die Lepra- und Tuberkulosekranken, die vor dem Virus besonders geschützt werden müssen.

Sie können allgemein für die Soforthilfe aller Partner spenden, Sie können sich aber auch für ein Projekt entscheiden, welches Sie am liebsten fördern möchten! Dann nennen Sie zum Stichwort „Corona-Soforthilfe“ noch den Namen der Partnerorganisation. Wir danken Ihnen herzlich!

Evangelische Bank eG
IBAN: DE84 5206 0410 0004 0041 08
Stichwort: Corona-Soforthilfe